Peter HOCHLEITNER

06.01.1928 - 26.10.2026

Zeitzeuge der Ereignisse des 02.Juli 1944 in Goldeggweng und Initiator der Neugestaltung des Marterls für seine Brüder Alois und Simon.

Am 02.Juli 1944 wurden die Brüder von Peter Hochleitner, Alois und Simon in unmittelbarer Nähe ihres Elternhauses, dem Unterdorfgut am Böndlsee in Goldeggweng, von der Gestapo ermordet. Es war ihm ein großes Anliegen, diese Tatsache, die Wahrheit nämlich, auf dem Gedenkstein für seine Brüder abgebildet zu lesen. Genau in dem Wortlaut, wie er ursprünglich von seiner Mutter formuliert worden war: „Hier wurden meine Söhne Simon 23 u. Alois 20 im Morgengrauen des 2.Juli 1944 von der Gestapo meuchlings ermordet.“ Peter veranlasste daher die Renovierung des Marterls, die Änderung des Textes und die Rodung der umgebenden Fläche. Er führte die Zustimmung seiner Familie herbei und finanzierte sein Herzensprojekt allein.

Von diesem Anliegen und der dahinter liegenden Geschichte handelt der Film „In der Kurve“ von Ella Hochleitner, seiner Tochter. Zum Trailer

In dieser filmischen Familienbiografie gibt es eine Szene am Grab seiner Schwester Elisabeth, in der Peter bedauert, sie nicht zu Lebzeiten auf diese Ereignisse angesprochen zu haben und in der ein Satz fällt, der beispielhaft für den Sinn von Erinnerungskultur steht: „Es hätte nichts geändert, aber es hätte uns ein wenig weitergebracht“.
Ein Zitat wie eine Botschaft, die er uns als Vermächtnis hinterlässt.

EINLADUNG: EXKURSION ZUM DOKUMENTATIONSZENTRUM OBERSALZBERG

am 07.11.2026

Die Dokumentation Obersalzberg wurde 1999 mit einer ersten Dauerausstellung eröffnet und hat sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem Besuchermagneten entwickelt. 2023 folgte deshalb ein moderner Museumsbau. Wir besuchen das neu gestaltete Dokumentationszentrum Obersalzberg im Rahmen einer gemeinsamen Führung..

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    THOMAS NEUHOLD
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    Gestalter und Wehrmachtsdeserteur